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96 Hours – Taken 3 Blu-ray Review

96 Hours – Taken 3

Liam Neeson schlüpft ein drittes Mal in die Rolle des Bryan Mills, der aus unerfindlichen Gründen immer wieder ein Problem damit hat, dass irgendwer seine Familienmitglieder entführt. Glücklicherweise hat er eine Ausbildung genossen, die ihn quasi zum Ein-Mann-Anti-Terrorkommando macht. Ob das Konzept ein drittes Mal aufgeht?

Fakten

Besetzung:

Inhalt:

Bryan Mills hat eine geschiedene Ehe wartet aber seit Jahren darauf, dass seine Frau Lenore zu ihm zurückkehrt. Jetzt scheint der Moment gekommen zu sein. nach diversen Entführungen der Vorgängerfilme scheint sich die Ex endlich wieder zu ihm hingezogen zu fühlen. Kurz darauf bittet sie ihn darum, bei ihm vorbei kommen zu dürfen und vorher etwas zu essen zu besorgen. Als Bryan zurück in seiner Wohnung ist, findet er Lenore tot in seinem Bett und wenige Sekunden später die Polizei am Tatort vor, die den mutmaßlichen Mörder verhaften will. Da Mills nicht an die Kompetenz eines funktionierenden Rechtsstaates glaubt, schlägt er die Polizisten nieder und macht sich auf eigene Faust auf die Suche nach dem Mörder. Dabei ist er fast komplett auf sich alleine gestellt immer einen Schritt vor der Polizei und den Mördern, die beide Jagd auf ihn machen.

Bild:

Das Bild ist körnig, kann aber trotzdem mit guter Schärfe überzeugen. Die Farben scheinen mit Filtern bearbeitet worden zu sein und wirken dadurch leicht unnatürlich. Auch der Kontrast leidet darunter. Referenzverdächtig ist der Schwarzwert der absolut überzeugend ist. Die Plastizität könnte deutlich besser sein. Insgesamt ein durchschnittliches Master.

Ton:

Der Ton bietet einige Surroundmomente, die aber nicht nachhaltig in Erinnerung bleiben. Dazu kommt ein Musikscore der ebenfalls alle Kanäle miteinbezieht. Der LFE kann nur selten wirklich überzeugen. Einige Explosionen sind kaum lauter als die Stimmen, die Dynamik ist oftmals nicht gegeben. Dazu kommt eine allgemein schlechte Sprachverständlichkeit. Hier besteht noch viel Luft nach oben.

Empfehlung:

Mochte der erste Teil noch mit seiner innovativen Handlung überzeugen, war schon der zweite Teil nur ein lauer Aufguss. Im dritten Teil wird das Franchise endgültig zu Grabe getragen. Die Handlung strotzt vor Logiklücken, die Kameraführung ist bisweilen so abenteuerlich, das man kaum dem Geschehen folgen kann. Dazu verschenktes Potential im Bereich Bild und Ton. Wer die ersten beiden mochte, könnte eventuell mit den dritten Teil etwas anfangen, wird diesen aber deutlich schlechter finden als die direkten Vorgänger. Ein Kauf lohnt sich nur bedingt.

Persönliche Meinung:

Ein Taken Film in dem niemand entführt wird. Ich möchte nicht pedantisch wirken, aber was hat das dann bitte mit der Reihe zu tun? Ein zunehmend alternder Liam Neeson, der die halb so alten bösen Buben spielend ausschaltet, als gäbe es kein Morgen. Polizisten, die sofort jeden Hinweis sehen und immer auf der Fährte des Exgeheimdienstlers bleiben, der aber schlussendlich immer klar überlegen ist. Der „Held“, der über jedem Gesetz steht und keine der vielfältigen Möglichkeiten nutzt seine Unschuld zweifelsfrei zu belegen, sondern lieber selbstjustizübend sich durch den Film mit Mord und Folter manövriert. Am Ende war ich froh das der Film vorbei war und bin in der Hoffnung, dass es keine weitere Fortsetzung geben wird. Dazu kommen noch Defizite bei Bild und Ton. Ein enttäuschendes Finale einer Trilogie wird hier geboten.

Extras:

Die Extras sind in Englisch mit deutschen Untertiteln.

Infos zum Bildformat

Das Bild ist in 21:9 auf der Disk.

Infos zum Blu Ray Amaray/zur Disk

Die Blu-ray hat ein Wendecover. Auf der Vorderseite ist Hauptcharakter zu sehen in einer Szene, die so nicht im Film vorkommt. Der Schriftzug „Alles endet hier“ macht Hoffnung, dass es sich um den letzten Teil handelt. Der Aufdruck auf der Disk wiederholt das Motiv des Covers. Der belegte Speicherplatz auf der Hauptdisk beträgt 43,5 GB.





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